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Gäs­te­bet­ten drin­gend gesucht

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Git­ta Con­ne­mann besucht Per­len Ost­fries­lands / Rei­se­ver­an­stal­ter for­dert mehr Bet­ten­ka­pa­zi­tä­ten in Ostfriesland
 
HESEL. Die “Per­len Ost­fries­lands” — einen pas­sen­de­ren Namen hät­te sich Die­ter Nagel für sein Unter­neh­men nicht aus­den­ken kön­nen. Das fin­det jeden­falls die CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann. “Der Name bringt es auf den Punkt. In Ost­fries­land reiht sich eine Sehens­wür­dig­keit an die andere.”
 
Con­ne­mann besuch­te jetzt mit Hesels Bür­ger­meis­ter Gerd Dähl­mann den “Bus- und Rei­se­ver­an­stal­ter an der Nord­see­küs­te”. Eigent­lich hät­ten die Per­len Ost­fries­lands in die­sem Jahr ihr 20-jäh­ri­ges Bestehen gefei­ert. Durch die Coro­na-Pan­de­mie ent­schie­den sich Nagel und sein Team dazu, das Fest zu verschieben.
 
 
Nagel, der zuvor als Geschäfts­füh­rer in Wies­moor tätig war und die Gemein­de 1978 zum Luft­kur­ort krön­te, grün­de­te im Jahr 2000 in Zusam­men­ar­beit mit den Hotel und Gast­stät­ten­ver­band die Per­len Ost­fries­lands an der Nord­see. Mit sei­nem Sohn Ste­phan Nagel sowie den bei­den Mit­ar­bei­te­rin­nen Almi­ne Eilers und The­da Rose hat er den Rei­se­ver­an­stal­ter zu einem fes­ter Grö­ße für Rei­sen nach Ost­fries­land gemacht. Sei­ne Geschäfts­part­ner sind Bus­un­ter­neh­mer und Rei­se­ver­an­stal­ter über­wie­gend aus Süd­deutsch­land, Ost­deutsch­land der Schweiz und Österreich.
 
“Wir wer­ben für Ost­fries­land”, erklärt Nagel. “Die meis­ten Tou­ris­ten kom­men aus Bay­ern und Baden-Würt­em­berg. So haben wir schon etli­che Tou­ris­ten an unse­re schö­ne Küs­te und auf die ost­frie­si­schen Inseln gebracht.”
 
Eigent­lich lau­fen die Ange­bo­te gut. Vor allem das “Insel­hüp­fen in der Nord­see” ist ein belieb­tes Aus­flug­ziel für süd­deut­sche Tou­ris­ten. Sie ler­nen die ost­frie­si­schen Inseln an unter­schied­li­chen Tagen ken­nen. Auch wei­te­re Ideen sind in Pla­nung. So zei­gen vie­le Bus­un­ter­neh­mer ein gro­ßes Inter­es­se nach einem Kul­tur­pro­gramm für Ost­fries­land. Ers­te Plä­ne gibt es bereits. Durch die Pan­de­mie muss­ten die­se jedoch vor­erst ein wenig zurück­ge­stellt werden.
 
Denn die Coro­na-Kri­se traf auch die Rei­se­bran­che hart. Bus­rei­sen waren meh­re­re Mona­te nicht mög­lich. Da die Ost­fries­land­tou­ren vor allem von Senio­rin­nen und Senio­ren genutzt wer­den, gin­gen die Buchun­gen zusätz­lich zurück. Für Nagel kein Grund, den Kopf in den Sand zu ste­cken: “Wir haben im Rei­se­ge­wer­be 15 gute Jah­re gehabt. Bei allem Meckern und Stöh­nen waren wir sehr erfolg­reich. Es kom­men wie­der bes­se­re Zeiten.”
 
Lei­der gibt es den­noch ein Pro­blem: “Gera­de jetzt ist die Anfra­ge nach Urlaub in Deutsch­land groß. Aber es feh­len Hotels und Bet­ten für gro­ße Rei­se­grup­pen. Das müs­sen wir ändern. Die Anzahl der Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten für gro­ße Grup­pen muss erhöht wer­den.” Laut Nagel gilt dies für ganz Ost­fries­land. Die Zah­len sei­en so gering, dass das Rei­se­un­ter­neh­men schon in Nach­bar­krei­se aus­wei­chen oder Grup­pen ganz absa­gen musste.
 
Git­ta Con­ne­mann ist dank­bar für den Hin­weis. Sie ist näm­lich auch Vor­sit­zen­de des Tou­ris­mus­aus­schus­ses im Kreis­tag Leer. Dort wird sie jetzt eine Über­sicht über die Bet­ten­ka­pa­zi­tä­ten in Ost­fries­land und im Land­kreis Leer anfordern.

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